ProDebt: Methode und Werkzeug zur strategischen Planung der technischen Schuld in agilen Softwareprojekten

Bei der Weiterentwicklung und Anpassung von Software, z.B. an sich ändernde Nutzerwünsche, wird aus Kosten- und Zeitgründen oft die Softwarequalität vernachlässigt. Dies geschieht sowohl bewusst als auch unbewusst, wobei mit jeder neuen Version Kosten anfallen. Diese werden „technische Schulden“ genannt und beschreiben die Kosten der Arbeiten, die zur Qualitätsbehebung erbracht (zurückbezahlt) werden müssen, z.B. durch Verbesserung der Softwarestruktur. Gleichzeitig entstehen Folgekosten, die auch als Zinsen auf die technischen Schulden bezeichnet werden, etwa verringerte Entwicklungsgeschwindigkeit und erhöhte Wartungskosten. Werden die Schulden nicht zeitnah verringert, entsteht im Laufe der Zeit ein Schuldenberg, der Entwicklungsabteilungen zum funktionalen Stillstand zwingen kann. Die Herausforderung für Projektmanager ist, unter Berücksichtigung des gegebenen Budget- und Zeitrahmens, die Balance zwischen der Entwicklung neuer Features und der Reduzierung technischer Schulden zu finden. Ziel dieses Balanceakts ist es, die Time-to-Market für aktuelle Produkt-Releases kurz und gleichzeitig zukünftige Wartungskosten auf akzeptablem Niveau zu halten. Eine methodische Unterstützung oder gar Werkzeugunterstützung hierzu gibt es bisher nicht.

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